Konservendosen sind mittlerweile aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Jeder hat bereits einmal Nahrungsmittel aus der Dose zu sich genommen. Grund genug, um sich etwas genauer mit der praktischen Erfindung zu beschäftigen.

Was sind Konservendosen?

konservendoseWenn man von Konservendosen spricht, dann meint man damit Dosen aus Metall, in denen Dinge hermetisch abriegelt aufbewahrt werden können. Konservendosen werden in erster Linie zur Lagerung von Lebensmitteln, Gemüse oder Obst verwendet. Der besondere Vorteil ist es, dass durch spezielle Verfahren auch verderbliche Speisen somit über einen längeren Zeitraum haltbar gemacht werden können. Als gutes Beispiel in diesem Zusammenhang könnte etwa die Frucht Ananas genannt werden. Diese ist normalerweise nur recht kurzlebig und wird daher sehr schnell schlecht. In einer Konservendose kann sie aber für lange Zeit frisch gehalten werden.

Konservendosen haben den weiteren großen Vorteil, dass sie beim Transport die Lebensmittel vor Schmutz oder Keimen und Bakterien schützen. Ebenso wird durch die hermetische Abriegelung verhindert, dass Sauerstoff in die Dose eindringen kann. Dies macht auch eine Lagerung über mehrere Jahre hinweg möglich.

Konservendosen bieten gegenüber dem auch sehr gebräuchlichen Konservenglas den Vorteil, dass sie weniger zerbrechlich und viel leichter sind. Damit haben sie sich bei Konsumenten und Händlern gleichermaßen sehr beliebt gemacht. Allerdings wird von manchen kritisiert, dass besonders bei Konservendosen, die ja üblicherweise aus einem Alu Gemisch bestehen, sich schädliche Stoffe aus dem Material lösen können und diese dann bei längerer Lagerung in die Lebensmittel gelangen können. Daher werden gesundheitsbewusste Konsumenten teilweise auch auf Gläser zurückgreifen und versuchen Konservendosen zu meiden.

Konservendosen werden entweder aus Alu oder aus Blech hergestellt. In der Regel bestehen sie aus klassischem Weißblech bzw. verzinntem Stahl oder aus Aluminium. Sie werden nach dem Befüllen durch eine spezielle Art des Verlötens oder auch des Bördelns hermetisch abgeschlossen. Erst wenn man als Konsument die Konservendose später einmal geöffnet hat, kann man sie nicht mehr verschließen. Dadurch geht auch letztendlich die konservierende Wirkung verloren.

 Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Konservendosen:

  •  Vollkonserven

Vollkonserven sind theoretisch unbegrenzt haltbar und können auch bei hohen Temperaturen (max. 25°C) gelagert werden. Es handelt sich um klassische Konservendosen, die ungekühlt im Supermarkt gelagert werden, wie Eintöpfe oder Obst.

  •  Halbkonserven

Halbkonserven, auch Präserven genannt, sind nur bis zu 6 Monaten haltbar und müssen bei niedrigen Temperaturen (max. 4°C) gelagert werden. Es handelt sich um Konservendosen wie beispielsweise mit Fisch oder frischer Wurst, die im Supermarkt im Kühlregal zu finden sind.

  •  Dreiviertelkonserven

Dreiviertelkonserven sind üblicherweise ein Mittelding und 6 bis 12 Monate haltbar. Je nach Lebensmittel muss die Lagerung entweder gekühlt oder ungekühlt erfolgen. Die maximale Temperatur sollte aber 15°C nicht überschreiten.

Die Geschichte der Konservendose

konservendosenBereits im Jahre 1795 wollte man Lebensmittel haltbar machen. Selbstverständlich war, wie bei so vielen Erfindungen der letzten Jahre, eine kriegerische Auseinandersetzung ausschlaggebend für die Entwicklung der Konservendose. In diesem Fall kam die Inspiration von niemandem geringeren als Napoleon Bonaparte selbst, denn der französische Feldherr und General wollte damals seine Truppen auf den Feldzügen mit Nahrungsmitteln versorgen, die aber nicht schlecht werden sollten. So hat der Feldherr einen Preis für die Entwicklung eines Verfahrens ausgesetzt, damit Lebensmittel auch bei langer Lagerung nicht verderben. Für die damalige Zeit war der Preis auch ziemlich hoch bemessen; er lag bei 12.000 Goldfranc. Die offizielle Begründung von Napoleon war, damit die Soldaten auch ohne Plünderungen ernährt werden konnten.

Auf die eigentliche Idee kam schließlich der Pariser Konditor und Zuckerbäcker Nicolas Appert. Dieser hatte die Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Behältnissen zu erhitzen und auf diese Weise haltbar zu machen, sprich langfristig zu konservieren. Zur Anwendung kamen zunächst Glasflaschen. Nach anfänglichen Zweifeln von Experten wurde diese Methode dann aber schließlich doch von der französischen Marine geprüft und für in Ordnung befunden. Er bekam somit die vereinbarte Prämie ausbezahlt.

Aber die Lebensmittel wurden somit nicht nur haltbar gemacht, sondern ebenso konnte damit die Schmackhaftigkeit langfristig erhalten werden. Erst im Jahre 1810 wurde diese Methode dann revolutioniert und man verwendete schließlich Blechdosen als Behälter. Somit war auch die richtige Konservendose erfunden. Die erste Konservenfabrik wurde eröffnet, wobei auch im Zuge dessen an die britische Armee geliefert wurde. Heutzutage sind Konservendosen in jedem Supermarktregal zu finden.

Der technische Aufbau einer Konservendose

Um eine Konservendose herzustellen, verwendet man in erster Linie Weißblech oder Aluminiumblech. Der Vorteil von Weißblech ist, dass es sich um ein dünnes Stahlblech mit einer Dicke von nur bis zu 0,49 mm handelt. Dadurch ist es besonders platzsparend und natürlich auch sehr leicht. Das Obermaterial wird durch ein Schmelztauchverfahren bzw. ein elektrolytisches Verfahren mit Zinn von außen her beschichtet. Dadurch gewinnt man einen weiteren Vorteil, denn so schützt man den Stahl auch vor Korrosion. Heute werden ca. 70 Prozent des hergestellten Weißblechs im Lebensmittelbereich für die Herstellung von Konservendosen oder auch für Getränkedosen verwendet.

Wo werden Konservendosen heute verwendet?

konservendosen-supermarktDie Verwendung macht sich bei einem Blick in den Supermarkt sehr leicht bemerkbar. Heutzutage werden fast alle Lebensmittel auch in Konservendosen angeboten. Klassiker sind natürlich Gemüse und Obst, da diese unkonserviert schnell schlecht werden. Aber auch jegliche Art von Hülsenfrüchten wie Linsen oder Bohnen werden in Dosen angeboten. Zu finden sind auch Dinge wie Fisch, etwa Makrelen, Sardinen, Heringe und Thunfisch oder Corned Beef.

Ein zusätzlicher Vorteil ist es, dass Lebensmittel wie Obst und Gemüse direkt nach der Ernte abgefüllt. Aber auch bei Fisch wird die Verarbeitung in die Konservendosen unmittelbar nach dem Fang gemacht. Dadurch kann vor allem das volle Aroma in der Konservendose bewahrt werden. Zusätzlich lässt sich dadurch zumindest ungefähr die Hälfte der in den Speisen enthaltenen Vitamine erhalten. Somit wurde mit den Konservendosen eine kleine Revolution im Nahrungsmittelgeschäft geschaffen. Um einfach an den wertvollen Inhalt der Dosen heranzukommen, lassen sich die praktischen Haushaltshelfer aus dem Dosenöffner Test nutzen.